Stadt/Land & Dorfleben

Co-Werkeln im lebendigen Dorf

 
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Stadt/Land Inklusion
Während des ersten Hof-Festes in Prädikow erklärt der ehemalige Brennmeister alten und künftigen Dorfbewohnern, wie das Leben zu DDR-Zeiten auf dem Gutshof war.

 
 

Wenn Städter auf's Land ziehen, tauchen viele Fragen auf – und zwar auf beiden Seiten. 
Die Städter fragen sich:

Werden wir in unserer neuen Nachbarschaft aufgenommen, oder für immer schräg angeguckt? Wie komme ich ohne Einkaufsmöglichkeit und Nahverkehr um die Ecke aus? Werde ich mich ohne Kneipe, Café und Kino zu Tode langweilen? Wie klappt das mit dem Pendeln, oder lässt sich das irgendwie vermeiden?

Ziehen viele Städter in die ländliche Nachbarschaft – z.B. bei einer neuen Wohnsiedlung oder einem größeren Wohnprojekt – fragen sich viele Bewohner:

Wird sich nun alles ändern? Was kann ich von  Leuten erwarten, die Begriffe wie Coworking, Crowdfunding und Fab-Lab benutzen? Werde ich mich auch in fünf Jahren noch hier wohl fühlen? Wird unser Ort unter den Neuen leiden, oder von ihnen profitieren?

In diesen Fragen und Unsicherheiten liegt ein großes Potenzial: Denn Neu-Zugezogene bringen oft viel Energie, Elan und nicht selten unternehmerisches Know-How mit. Sie möchten Dinge anpacken und neu aufbauen – davon können das Dorf, bzw. die Nachbarschaft profitieren und dies gleich als Anlass dazu nutzen! Die Dorfbewohner wissen genau, was ihr Ort zu bieten hat und wer was an Können, Wissen und Maschinen beisteuern kann. Dieses Wissen ist essenziell wichtig für das Gelingen neuer Dorfangebote und die nachhaltige Entwicklung von Zukunftsorten.

Projekte wie das Coconat, Gut Stolzenhagen und  Hof Prädikow zeigen: wenn die Neuankömmlinge sich um einen guten Austausch mit den Nachbarn bemühen, haben alle etwas davon: gemeinsam organisierte Dorffeste, Mehrzweckräume für das lebendige Dorfleben, Kinderbasare, Mitfahr-Apps ... Vieles wurde bereits aufgebaut und noch mehr ist geplant. 

Wie man den Aufbau neuer Angebote gezielt zur Annäherung zwischen neuen Nachbarn nutzen kann, erfährt man am besten bei den Machern selbst.